March 2006

Mal au cerveau, Reprise.

Es begab sich zu der Zeit, daß es Sitte wurde in den zivilisierten Ländern jeden Spielstil als gleichwertig zu betrachten.
Großer Kokoloris.
Jeder Spielstil kann funktionieren, das ist wohl so.
Jeder Spielstil kann Spaß machen, das ist wohl so.
Ist jeder Spielstil als moralisch gleichwertig zu betrachten?
Emphatisches Nein.

Das was man manchmal so treibt, ist direkte Triebbefriedigung. Ohne Vorbereiten, ohne Aufwand, ohne die Gefahr auszuscheiden, mit Garantie auf Spaß, suhlen in der "Stimmung", Berauschung an tollen Showdowns, häßliche dicke Frauen, die märchenhaft schöne Elben spielen etc ad nauseam. Solche Runden, und wir alle kennen solche Runden, sind moralisch gleichbedeutend mit Alkohol- oder anderem Drogengenuß.

Ich esse gerne Fast Food.
Ich trinke gerne.

Aber ich halte nichts davon für moralisch besonders hochwertig. Der Trick den einige anwenden, ist es, ihre gefahrlosse Triebabfuhr auch noch hochkulturell zu verbrämen. Wie aber zuviel essen und trinken schlecht ist, so sollte auch der Rollenspieler ab und an reflektieren, ob das so Gesund ist, und ob er sich das verdient hat/seinem Geist zumuten kann.Es gibt natürlich auch Vollkornbrot oder alkoholfreies Bier. Ich spare mir die Mühe den Vergleich zu Ende zu bringen, der treue Leser kennt die Systeme, die zumindest als alkoholfrei anzusehen sind.

Kapitulation!

Euer Titan der Wahrheit kapituliert! Es gibt Dinge, die ich für Euch tun wollte, damit ihr sie nicht tun müßt. Ich schaffe es nicht es zu Ende zu bringen. Alles in mir sträubt sich dagegen. Worum es geth? Das berühmt-berüchtigte Rollenspiel "FATAL". Ich habe es immer wieder auf RPGnet oder EnWorld erwähnt gesehen, und wollte euch die Recherche ersparen...aber ich breche jetzt ab, es ist nichts für klar denkende Menschen.
Die RPGNet Rezension ist nicht mehr online, aber ein mirror existiert hier. Eine Version mit den Antworten der Spielautoren in schwarz findet man hier.
Das Spiel selbst kann man hier runterladen.
Eigentlich wollte ich einige Kostproben hier posten, wie zum Beispiel die Tabelle hier:

FATAL ist angefüllt mit solcherlei Dingen, eingestimmt wird man darauf was das Machwerk erreichen will mit:

"For instance, assume you are an adventuring knight who has just fought his way to the top of a dark tower where you find a comely young maiden chained to the wall. Some may choose to free the whimpering wench. Others may free her while hoping to win her heart. Instead of seeking affection, some may talk to her to see if they can collect a reward for her safe return. Then again, others may be more interested in negotiating freedom for fellatio. Some may think she has no room to bargain and take their fleshly pleasures by force. Others would rather kill her, dismember her young cadaver, and feast on her warm innards."
Damit lasse ich Euch allein. Laßt die Finger davon. Es ist krankes Zeug, die "crankesten" Dinge müßt Ihr selber herausfinden, es sei aber erwähnt, daß die o.g. Tabelle oft Verwendung findet, es keine Altersgrenzen für die assoziierten Tätigkeiten gibt und daß es komplexe Regeln zum Wasserlassen und Stuhlen gibt, die in Beziehung zu diesen Tätigkeiten gibt.
Mann, Wraeththru nimmt sich dagegen puritanisch aus.

Angewiederte Grüße,

Settembrini

Morgenmeldung des Drogendezernats

Der gestrige Beitrag war so verstörend, daß der Schock selbst auf andere Foren überschwappte, nun ja, wem soll man es verdenken.
Heute zur Entspannung leichte Kost. Immer wieder stolpert man an geeigneter Stelle über Wushu. Nun werde ich ohne jemals eine Rezension darüber gelesen zu haben, an dieser Stelle meine Gedanken dazu niederlegen. Wen das nicht interessiert, hier ist die offizielle deutsche Übersetzung von Wushu.
Auf 23(sic!) Seiten ist alles untergebracht, wovon das Wesentliche auf einer Seite untergebracht ist. Wushu hat sich zum Ziel gesetzt, cinematisches Rollenspiel zu ermöglichen, also Fenrsehserien und Kinofilme im Action-Genre zu emulieren. Die Basisregel lautet: Du mußt einen w6 Würfeln, dessen Ergebnis kleiner/gleich Deinem Zielwert ist. Dinge, die man gut kann haben eine 5, der Rest mindestens eine 3, und Deine Schwäche (Kryptonit) läßt Dich gegen eine 1 Würfeln.
Nun kann man, durch hinzufügen von Ausschmückungen die Anzahl der Würfel erhöhen. Ein Zitat:

"Ein Spieler, der auf jemanden schießt, bekommt nur seinen standardmäßigen Würfel (1). Ein Spieler, der auf jemanden schießt (1), während er eine Treppe hinunterhechtet (+1) und mit einem Salto landet (+1) bekommt 3 Würfel. Ein Spieler, der auf jemanden schießt, sich dann unter dem Schlag des Wachmannes wegduckt (+1), um diesen dann mit einem Beinfeger von den Füßen zu holen (+1), so dass er den Typen dahinter erschießen kann (+1) und den ersten dann mit einem Kopftritt ausschaltet (+1), bekommt 5 Würfel."
Und so läuft das ganze Spiel, das heißt man soll die Sache "stylish" (bitte mit äußerster Verachtung lesen, nein wirklich, lest es "once again with feeling") beschreiben und multipliziert damit seine Erfolgschancen. Das war auch schon fast alles, was hinter Wushu steckt.
Wozu aber führt das?
Je nun, wie leicht vorzustellen ist, gibt es ja genaugenommen keine Grenze, also wäre man immer erfolgreich. Dies ist erkannt worden und es wird vorgeschlagen, das Maximum auf +5 zu setzen. Oder gleich garnicht die einzelnen Ausschmückungen genau zählen, sondern immer beschreiben lassen, bis die +5 errreicht werden. Zudem wird darauf hingewiesen, daß nur Aktionen gelten, welche im Genre bzw. dem emulierten Filmuniversum denkbar ist.
Zudem treten, um auch die letzte Miserfolgschance aus dem Spiel zu entfernen, die Chi Regeln:
Es gibt nichts Schlimmeres, als wenn ein dramatischer Moment oder Spannungsbogen durch einen dämlichen Wurf zerstört wird. Das ist der Grund, warum ich ein Element der Sicherheit in mein System eingebaut habe. Chi wird hauptsächlich benutzt, um Treffer im Kampf zu überlebenMit einem Messer in einen Geschützkampf? Ein wenig Chi ausgeben und schon kann der Charakter einfach die Uzi vom nächsten toten Soldaten haben.
Das mystische Juwel ist dem Charakter durch die Finger geglitten, als sein Kumpel es ihm zugeworfen hat? Einfach einen Punkt Chi ausgeben und es rutscht ihm bequem vor die Füße.
Wenn ein Charakter seinen letzten Punkt Chi auf diese Weise ausgibt, wird das den Charakter niemals töten,[...]
Na supi. Ich kann mir lebhaft vorstellen wie eine Wushu Runde aussieht. Im Ernst, sowas ist auf dem Niveau:

"Ich bin Knight Rider"
"Aber ich bin Airwolf und schieße Raketen, Du bist tot"
"Bin ich nicht, Super Pursuit Mode, Ich fahre der Rakete davon!"
"Rakete ist schneller!"
"Ist sie nicht!"
"Wohl!",
"Nicht!"
"Wohl"
"Nicht"
"Wohl!"
"[Flenn]Tante Evi, Malte-Thorben will sich von meiner Rakete nicht treffen lassen..[Heul]"
Gerade um das Allerwichtigste bei cinematischen Spielen, festzustellen was für ein bestimmtes Genre angemessen ist, drückt sich Wushu. Es liefert einem überhaupt keine Hilfestellung! Nein, meine Freunde, dann lieber gleich würfellose Spielleiterwillkür. Den Kindergarten kann man sich da sparen.
Zusammengefaßt: Ihr verpaßt nichts, wenn ihr Wushu links liegen laßt.

Verraten und Verkauft!

Wa mußten meine entzündeten Augen, gleichsam als Herolde des nahenden Untergang des Abendlandes, heute in der Trommel lesen:

Zu unser aller Glück hält sich die deutsche Verlagsszene momentan noch gut,obwohl es wie zu allen Zeiten alternative Hobbies gibt, die die Substanz der Szene aushöhlen. Waren es einst die Sammelkarten, sind es heute oftmals Online-Rollenspiele. Kassenschlager wie World of WarCraft oder Guild Wars binden Spielers auf längere Zeit an sich. Und wer einmal in den Strudel der Online-Sucht eingetaucht ist, weiß wie unangenehm es sein kann, sich zwischen einem Grossevent der Online-Gilde und einem gemütlichen Rollenspielabend mit "echten" Freunden entscheiden zu müssen.
Meist merkt man viel zu spät, was man verloren hat, wenn man dann irgendwann zwangsweise oder sogar freiwillig wieder ins "Exil" der realen Welt wechselt.


Dogio Du Wurst!
Du sollst Deutschland retten und nicht doofes WOW zocken! Das erklärt, warum der DRSP abgegeben wurde, damit er sein beklopptes Gildending durchziehen kann. Ich krieg die Krise!
Mann, wir stehen am Abgrund. Nur der Vollständigkeit halber, in Berlin gab es ein Rollenspielercafe, das wegen WoW-Sucht des Inhabers pleite gegangen ist. Na dann macht mal ihr Nasen, gute nacht auch.
Untergang des Abendlandes.
Aber auf mich hört ja keiner.

Abgesehen davon gab es ein paar interessante Infos zu Battletec und DSA. DSA steigt wohl ganz auf Hardcover um, was mir persönlich neu war und man verfolgt weiter die Strategie: Reissackvollinventur Aventuriens sowie Metaplotabenteuercrack.
Classic Battletech wird ein weiteres mal aufgelegt, aber es klingt alles wieder nach Sammelminiaturen.
Untergang des Abendlandes.
Aber auf mich hört ja keiner.

Vielleicht hört ihr auf Ryan Dancey? Hier eine interessante Diskussion vom Jahresende auf dem Blog von Mike Mearls.

Freiheit, die ich meine...

Es ist unfassbar. Genaugesagt ist es hochgradig albern, puritanisch sowie widerwärtig.
Was? Die Regeln vom RPGNet natürlich.
Zunächst ist festzustellen, daß es Regeln gegen PAs, also persönliche Angriffe gibt. Man darf eben niemanden beleidigen. An sich nett, führt aber dazu, daß man nicht mal über allseits verhaßte Trolle schlecht sprechen darf. Nun gut, damit kann man leben.
Es gibt aber die neue GA, also Group Attack Regel: Man darf nichts schreiben, was eine Personengruppe abqualifiziert. Das lustigste daran ist, wie das entschieden wird: Genug Leute beschweren sich.
Bestes, bewährtes Denunziantentum!
Dazu behält sich die Modclique vor, Threads auf Vorrat, oder Verdacht zu schließen! Und das passiert ständig. Da die Mods aber bessere Menschen sind, also einen sechsten Sinn haben, dürfen die das. Denn: " Die Partei, die Partei die hat immer Recht...". Widerwärtige Sprüche in Richtung "wir sind die Avantgarde der gepflegten Diskussion" werden als Legitimation angeführt.
Um dieser "Terrorherrschaft" den Weg zu ebenen, wurde auch die Suchfunktion ausgeschaltet. Es kam zu oft vor, daß Mods sich mit ihren eigenen Posts aus der Vergangenheit konfrontiert sahen. Das Schärfste ist, daß Beschwerden als unbegründet abgewiegelt werden, so sie denn nicht mehrere Beispiele als Beleg anführen.
Aber das Allerallerbeste ist die länger werdenden Liste mit Tabuthemen, deren Erwähnung einen sofort eine Sperrung einhandelt. Ihr wollt wissen wes geistes Kind die sind? Nun, es ist z.B. verboten Ron Edwards "Brain Damage" Artikel zu zitieren.
Einige wollen auch den "Rolleyes" Smiley verbieten, denn "it hurts peoples feelings".
Oh Mann, ich verabscheue deren Geisteshaltung auf das Entschiedenste.
Aber alles nicht so schlimm! Man kann ja im Trouble Tickets Probleme zur Sprache bringen, wenn man meint ein Mod habe falsch gehandelt? Schade, daß man aus dem SubForum gebannt wird, wenn man die Mods mit ihren eigenen Aussagen konfrontiert. Schön ist auch die Werbung, die in Schlüsselwörter eingefügt wird. Aber man kann ja zahlendes Mitglied werden, dann kann man die abschalten...

Verachtung!

Ich für meinen Teil bin fertig mit diesem vermaledeiten Ort!

Aber seht selbst...

Cultes des Goules oder Quo Vadis Frank?

Nun, da wir schon die prekäre Lage der berliner Szene anprangerten, scheinen auch andere, professionelle Veranstalter erst zeitnah zum Con-Termin auf eine erklekliche Summe von Spielrunden zu kommen.
Besonders interessant für mich sind bestimmte Entwicklungen zum Thema Cthulhu Now, auf die ich durch Gemüse-Ghoul aufmerksam wurde. Cthulhu Now soll ja der dicke Hund sein, der Cthulhu zu neuen Ufern führt, sowie DeltaGreen überflüssig macht. Meine gestern in einem Kommentar geäußerten Thesen werden gestützt durch das Programm der Cthulhu Convention. Hier werden z.Z. für 100 angemeldete zahlende Spieler 10 Runden angeboten, für den gesamten Zeitraum. Daß hieße nach Adam Riese bei 6h und 6 Spielern pro Runde, es würden den 360 Spielerstunden, welche angeboten werden, die Nachfrage nach 2400 Spielerstunden gegenüberstehen.
Was haben wir im einzelnen:
- Eine Promo-Crossover-Butterfahrt auf dem LodLand Dampfer Richtung R'lyeh
- Cthulhu Now: Bill in three Persons (eigtl. UA Abenteuer)
- Cthulhu Now: Love's lonely Children
- Ein Abenteuer, angeblich für Cthulhu Now, tatsächlich aber übliche 20er Kost inkl. dem allseits beliebten ländlichem, küstennahem Schauplatz
- Eine sehr interessant klingende Runde zum Gemetzel der Endzeit.

dazu noch

- Cthulhu 20er Spielrunde improvisiert
- improvisierter LARP
- übliches 20er Füllmaterial

Es gibt also genau ein Einziges originäres Cthulhu Now Abenteuer auf dem Cthulhu Con! Tata! Der Burgcon hat Drei Runden Cthulhu Now (Naja, zwei, aber Delta Green muß auch zählen)!
Da komme ich doch ins Grübeln. Insbesondere is aufschlußreich, was Frank Heller, Chefredakteur von Pegasus-Cthulhu, als Begründung anführt, wie er seine Runden ausgewählt hat: Weil sie ihm Spaß machen sollen! Das heißt doch übersetzt: es gibt nahezu keine Cthulhu Now Abenteuer die ihm Spaß machen! Nun wer soll es ändern, wenn nicht er? Als Beweisverstärker sehe ich den Cthulhu Now Abenteuerwettbewerb an: Hier herrscht offenbar der große Stumpfsinn, niemand aus der Redaktion hat gute Ideen dazu. Schade, daß Hohlbein dazu keine passenden Romane geschrieben hat...
Nachdem Delta Green als nicht so wichtig erachtet wurde, bzw. wegen Pagan nicht zu stande kam,, blieb das was Cthulhu Now darstellen soll ziemlich nebulös.
Und diejenigen, die meinten wozu Cthulhu Now, es gäbe doch schon Unknown Armies, haben Megaliterweise Wasser auf ihre Mühlen bekommen.
Ach ja, habe ich erwähnt, daß es bis dato KEINE EINZIGE Hexerrunde gibt, geschweige denn irgendjemand sich darüber beschwert hat? Honi soit qui mal y pense.

And I will strike down upon thee with great vengeance and furious anger those who attempt to poison and destroy my brothers.

Ihr seid genervt von Goths? Ihr möchtet den arroganten, verzogenen Schnöseln welche mit ihrem Anne Rice Epigonentum das Hobby an den Rand der Irrelevanz brachten sowie uns unsere geliebten Dungeons wegnehmen wollten, mal so richtig in die Parade fahren?
Oder Ihr seid aufrichtige Fans der World of Darkness und wollt Eure Sammlung vervollständigen?
Fear Not, Locker durch die Hose atmen, Hilfe ist unterwegs.
Hier bekommt ihr Hunter: The Punishing umsonst.

Holier than thou.

Nicht nur Vampire oder Pegasus-Fanboys erregen meinen gerechten Zorn, nein, der ärgste Feind ist der in den eigenen Reihen. Sprechen wir über Gesinnungen. Seit den ersten Tagen verfügt D&D über ein Gesinnungsystem entlang der Achsen Gut-Böse sowie Ordnung-Chaos. Die daraus resulötierenden Paarungen sind derartig facettenreich, daß man nie wieder etwas anderes gebraucht hätte.
Diese Gesinnungen waren aber immer für echte Menschen gedacht gewesen, mit all ihren Inkonsequenzen, Verfehlungen und Unzulänglichkeiten. Dies gilt auch für Paladine. Durch eine techtlich nicht belegbare Tradition begab es sich, daß eine unglaublich persistente "urban legend" entstand, welche Paladine zu idiotischen, unrealistischen Tugendbolzen machte (und damit alle anderen Gesinnunge, die ebenso sklavisch gespielt wurden), welche bei jedem Anzeichen von Bösem sofort einen Strauß begonnen. Ohnzahl sind die Spielgruppen die gesprengt, Legion die von Diebesspielern gemeuchelten Paladine, Myriaden die übereifrig missionierenden Toten.
Dabei sind Gesinnungen eben bloß Gesinnungen, also Absichts- und Zugehörigkeitserklärungen. Wer schonmal echten Menschen begegnet ist, wird wissen, wie inkonsequent diese sind. Dennoch können sie loyal zu ihrer Gruppe stehen, und ihr Leben lang sich für ihre Ziel einsetzen. Ich verachte Sätze wie:"Sowas würde ein Paladin nicht tun". Schallendes Gelächter! Schonmal was über Kreuzzüge gehört? Im übrigen sind Paladine direk von Kameraden wie Roland inspiriert, also meinetwegen etwasweniger christlich, dafür personengebundener. "Rechtschaffen" sagt, welche Methoden er für die Erreichung seiner Ziele für richtig hält, "Gut" zeigt an zu welcher Partei im Konflikt er gehört. Nicht aber, daß er auch ständig so handelt! Man denke nur an die Partei (keine Angst, die anderen bekommen auch ihr fett weg) der Grünen: Obwohl sie als Chaotisch Gut(Umwelt) einzustufen wären, ist es ja hochgradiger Blödsinn von Anhängern dieser Partei enrsthaft zu erwarten, sie würden alle Umweltsünder ausgrenzen, sich nie an Regeln halten oder Autofahrer jederzeit anzugreifen. Selbst von ihrem Paladinorden Greenpeace sind differenzierte Aktionen und "inkonsequentes" Handeln wie Autofahren oder Fleischessen zu erwarten.
Ebenso ist Helmut Kohl als Rechtschaffen Gut(Deutschland), ja auch nicht gerade ein Saubermann. Aber er stand für eine starke Staatlichkeit, wenngleich er sich nicht selber immer daran halten konnte/wollte...

Und die Unterscheidung zwischen Gut und Böse ist so zu betrachten wie "Christ" und Sarazene" in den Kreuzzügen: Der andere ist Böse, wir sind Gut. Zwei Parteien im Konflikt, die aber auf ihrer Seite das komplette Spektrum an Menschlichkeit entfalten. Etwas anders sieht es im Rollenspiel mit Dämonen und Celestischen Wesen aus: Diese dürfen schon als fiktiv-konsequente Verfechter gelten. Aber die spielt man ja auch kaum.
Um dies alles zu untermauern, sei auf
Hier verwiesen, da beginnt Gary Gygax sein mittlerweile ins vierte Jahr gehende Interview.
Besser zum aktuellen Thema paßt folgendes aus dem aktuellen Thread. Diese Interviews geben einem auch ansonsten vielfältige Einsicht in die Hintergründe unseres, seines Hobbys.

Spiel oder Stil? oder auch Machs gut und danke für den Fisch!

Heute in aller montäglichen Kürze, ein interessanter Beitrag auf EnWorld.
Der erste faßt das wichtigste zusammen, der Rest ist nicht so wichtig. Auch am vergangenen Wochenende machte ich ähnliche Erfahrungen. Obwohl meine Cthulhu Now Runden mit 6 Leuten überbelegt und beliebt waren, die Spieler viel Spaß hatten, war es nicht das Erweckungserlebnis für mich. Besonders spaßig war vielmehr der klasische Dungeoncrawl mit Forward to Adventure! Regeln. Es wurde viel mehr gespielt und viel weniger diskutiert. Die sich überlagernden Verschwörungen von Cthulhu Now waren zwar spaßig in der Vorbereitung zu entwickeln, und die Spieler hatten Spaß stundenlang darüber zu diskutieren wie nun alles zusammenpaßt. Aber es war für den SL streckenweise sehr langweilig. Sehr nervtötend waren auch die ganzen "InCharacter" rumgelabere ohne daß es Konsequenzen hatte. Dazu hatten die Spieler viel Spaß daran, Spezialwissen zum Thema einzubauen. Früher habe ich sowas selbst gerne gemacht, aber ist sowas wirklich nötig? FtA! hatte da knackigere Entscheidungen über Leben und Tot, Chaos oder Ordnung. Diese dann auszuspielen war schön mitanzusehen. Bei meinen knapper werdendem Zeitkonto steht fest was ich in Zukunft leiten werde: Good by Cthulhu! Forward....to Adventure!

PS: Gestern wurde mir von einer herzensguten Seele (Sebastian N.N.) ein sehr gut erhaltenes Hero Quest inkl. Morcars Magier geschenkt. Ein unglaublich netter Zug, Ich stöbere schon nach einem Revanchegeschenk. Hat jemand Vorschläge?

Fundstück der Woche und "Du bist mein Stern! Laß mich immer bei Dir sein..."

Für unsere internationale Leserschaft:
Hier findet ihr ein Interview vom Sohne des Chekov, der eine Serie mit Rollenspielern gedreht hat. Ich glaube sie hat es nie bis ins Fernsehen geschafft, aber es gab sie!

Für unsere Berliner und interessierte Mitlästerer:

Gestern gingen im Nexus Forum mal wieder die Lichter aus. Über-Vorstand Star aka Christoph hat beklagt, es sei zu wenig werbung für den BurgCon gemacht worden. Ha! Wer war denn stellvertretender BurgCon Organisator? Mmmm...STAR! Genau, und als ich ihm dies nahelegte, hat er pauschal alle BurgCon15 Threads geschlossen, um seine Murkserei zu verschleiern. Unglaublich. Daraufhin wurden ihm vom Admin erstmal die Modrechte entzogen...besser ist auch.

Anonym eingereichte Charakterisierung einiger berliner Vielposter:

Star =

unreifer Faselkopf mit Geltungsbewusstsein und zuviel Zeit bei zuwenig Arbeit, der sich Moderatorenrechte erschlichen hat, ob derer vermutlich täglich mehrfach mastrubiert und einen auf Gott des Forums macht.

Versteckt persönliche Unsicherheiten in pseudo-spassigen Andeutungen und Nicht-Äußerungen. Intrinsisch nicht kompensierbare Angst vor Kontrollverlust.

Zahlt meine Rente...


Nimer =

zu schnell ,vermutlich nach seiner Definition, erwachsen gewordener Computer-wisser, der sich mangels Eloquenz zum Kurzposter ernannte. Hat eigentlich wichtige Dinge zu tun, die er nicht tut oder die nicht wichtig sind, da er im Forum gehäuft auftaucht und Nadelstichposts ohne Tragweite schreibt.

Abgabe der Kontrolle (SR + Oddy) führt zur leeren Persönlichkeit, die durch Beruf nicht gefüllt ist. Zu Stolz aber, sich wieder einzubringen und Leere zu füllen.

Greift gerne an, verteidigt unsachlich.


Georgios =

möglicherweise Pseudointelektueller, angelesener angehender Akademiker der versucht Inhalte durch Worte, die nur einem kleinem Teil der Bevölkerung bekannt sind, auszustaffieren. Die Inhalte bleiben so inhaltslos und für Georgios selbst in solchem Ausmaß nicht erfassbar, dass er andere Meinungen einholt um sie zu verstehen. Diese Meinungen sind grundsätzlich kritikwürdig, wenn nicht falsch. Dies gilt ebenso für Fakten.

Sucht Randgruppen Spieler für Randgruppensysteme um sich zu distanzieren, sucht so Identität die von anderen bestätigt werden soll, was aufgrund von Vokabulardiskrepanzen nicht möglich ist. Sucht also sich in etwas was er erstens selbst nicht versteht, zweitens anderen nicht kommunizieren kann und versucht dies drittens ständig zu ändern. Kann die Genese des Denkprozesses nur in die Worte fassen, die niemand versteht.

Seine Identität bleibt undefiniert und nicht wahrgenommen.


Mich schaudert, was der Schreiber wohl von mir denkt...