Workin’ in a coal mine

Von den Treasure Tables beam ich diesen Link. Detektivabenteuer sind das Thema, direkt mit den wichtigsten Punkten analysiert:

  • Es ist arbeitsintensiv, gute Detektivabenteuer zu schreiben; 2h vorb. / 1h Spiel
  • Die Art und Weise des eigenen Denkens begrenzt die Kreativität insbesondere im Detektivbereich: Wenn die Spieler einen lange genug kennen, wissen sie, wie man als Meister denkt, und kennt also die möglichen Motive und Verbindungen eines neuen Falls
  • Man benötigt Spieler, die gerne knobeln und etwas lösen, und dafür auch mal das Charakterspiel hintanstellen (Ro(l)Laws hätte “Tactician” gesagt).
Widersprechen würde ich beim Hinweis zur Erschaffung von sog. Red Herrings: Ich rate dringend davon ab, wenn einem die eigene Zeit am Herzen liegt. Spieler sind eh meist viel verwirrter, als man denkt. Sie werden sich ihre eigenen Red Herrings suchen und in falsche Richtungen ermitteln. Wenn man das auch noch innerhalb der Spielwelt fördert, wird viel kostbare Spielzeit vergeudet.

Aus dem oben genannten folgt auch gleich, warum es so wenig Freunde von Detektivabenteuern in Deutschland gibt: Es ist anstrengende Arbeit! Und was ein ordentlicher Stimmungsspieler ist, der die “Tiefen seines Charakters ausloten”, also dumm rumlabern will, der scheut die Arbeit, wie der Hofrat “Rebecca” Borgstrom.

P.S.: Die frohe Botschaft wird weitergetragen, auch im hohen Norden Deutschlands wächst die nicht enden wollende Begeisterung für Euern Leuchtturm des guten Geschmacks:

Wer sich wirklich für ‘die Szene’ interessiert, vielleicht einen ersten Einstieg in Rollenspieltheorie haben oder einfach nur den Hype in und um diesen Blog verfolgen möchte, sollte mal auf der Website und im zugehörigen Forum stöbern

Ich fühle mich geehrt, und bin traurig zugleich. Ich bin nur ein kleiner Konsument und doch, so scheint es sind die “großen” der Szene nicht in der Lage Apfelkuchen für die Internet Walbevölkerung zu produzieren. Gerade meine ConBlogger versagen ja fast täglich. Nun, so bleibt es weiter an mir hängen…

Diskussion im O.R.K.

2 Gedanken zu „Workin’ in a coal mine

  1. okay, nach unendlich vielen detektiv-abenteuern möchte ich mal zwei maximen formulieren, mit denen man diese etwas weniger dröger gestalten kann:a) ausfürhliche handouts sollte es nur dann geben, wenn die textinterpretation wichtig ist, wenn die texte doppeldeutig gemeint sein können usw. anosnsten kann man sich den ganzen kokolores auch sparen.b) red herrings sind nur dann sinnvoll, wenn man nebenbei noch etwas herausfinden kann. muss nix zu dem spezifischen abenteuer sein, kann auch irgendwie aus dem hintergrund der spielwelt kommen. dann machen red ehrrings auch spass, denn die sc und spieler wissen mehr als vorher.spuren, die ohnehin ins leere laufen, braucht man eiegentlich gar nicht ausspielen, sondern kann gleich sagen, wieviel zeit es gekostet hat.

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