October 2006

The eastern states are dandy, so the people always say

Stellvertretend für all die Beiträge die meinen, der Meister sei nur ein weiterer Spieler, ein offener Brief:

Lieber Georgios!

Du bloggst nun auch ungelesen vor Dich hin. Soweit so gut.Hier eine Analyse Deines Textes:

Es macht sich eine perfide Lüge im Rollenspiel breit. Es wird doch allen Ernstes behauptet der Spielleiter wäre hauptverantwortlicher Alleinunterhalter in einer Rollenspielrunde. Das eine gute Runde mit ihm steht und fällt. Das ein SL für Atmosphäre, Spielfluß und Konsistenz verantwortlich ist und seine Gruppe wie ein Grundschulpädagoge im Zaum halten muss, damit das Spiel funktioniert.
Allen Ernstes behauptes Du, es wäre nicht so? Jede Runde wird faktisch alleine durch die Auswahlpragamtik vom Meister bestimmt. Und seine Verantwortung ist unteilbar, das ist auch gut so. Denn der Meister ist das Holodeck, die Simulationsmaschine, der Computer der den voyage fantastique möglich macht. Verweigert er seinen Dienst, ist die Graphik verdammt beschissen, das Spiel wird beliebig, und es kann keine logisch überwindbaren Herausforderungen geben. Das mit dem Grundschulpädagogen muß ein Problem aus Deiner Erfahrungswelt sein, ist mir noch nicht untergekommen.

Häufig führt das zum SL, der die Handlungen der Spieler einschränkt und verändert um für Atmosphäre und Konsistenz zu sorgen. Hier werfen Leute gerne unreflektiert mit dem Begriff "žrailroading" um sich.
Der Schluß ist unzulässig. Warum soll das eine aus dem anderen Folgen? Wer viel vorbereitet, schafft viele Optionen.
Dann gibt es jedoch auch Leute, die genau darin ihre spielerische Herausforderung sehen: als SL für einen guten Spieleindruck zu sorgen, ohne dabei den Spielern wichtige Spielfreiheiten zu nehmen. Das sind Leute, die bei Rollenspielen ihr Erfolgerlebnis daraus ziehen, dass sie die gesamte Gruppe unterhalten und den anderen Leuten am Tisch immer etwas zu "žspielen" geben.

Korrekt. Denn das ist die Aufgabe eines jeden Meisters. Doch was folgerst Du jetzt, vollkommen zusammenhangslos:
Was meistens bedeutet gespannt den Erzählungen des SLs zu lauschen um in den richtigen Momenten mit Würfeln zu hantieren. Es ist kein Zufall das die meisten dieser SLs aus der ersten Gruppe herauswachsen und plötzlich der Meinung sind "žechtes Rollenspiel" entdeckt zu haben.
Siehst Du, kein Zusammenhang. Geradezu anders muß man folgern: Wenn der Meister so handelt, und zur Schwallmaschine wird, dann vernachlässigt er genau das allerwichtigste:
als SL für einen guten Spieleindruck zu sorgen, ohne dabei den Spielern wichtige Spielfreiheiten zu nehmen.
Wenn Du also schlechte Erfahrungen gemacht hast, dann weil der Meister seine Aufgabe nicht richtig wahrnimmt! Daraus zu folgern die Aufgabenbeschreibung sei falsch ist kontrafaktisch, ja geradezu argumantatives Eigentor. Denn in der WAufgabenbeschreibung steht nichts von "Spieler zutexten und vergewaltigen."
Rollenspiele sind Gesellschaftsspiele.
Wieder schlägt Deine eigen Argument auf Dich zurück: Der DSA-Stimmungsfaschist hat das nicht begriffen, und meistert deswegen falsch. Nicht meistern ist falsch, Dein Meister ist falsch.
Die große Schwäche einiger Rollenspiele ist, dass sie dem Spielleiter nichts zu tun geben und er sich seinen Spaß aus solchen Kinkerlitzchen holen muss wie der Selbstdarstellung und dem daraus erhofften Ansehen der Gruppe.
Nichts zu tun? Er hat am meisten zu tun! Die Spaßart, sowie das Erlebnis ist grundverschieden von dem des Spielers Aber wer lieber Spieler sein will, der sollte nicht meistern, oder thematische Rollenspiele oder Brettspiel spielen. Wenn Du Rollenspiel nur als Selbstdarstellung kennst, mein Beileid. Mit dem was sonst passiert, hat das nichts zu tun. Ein Blog ist Selbstdarstellung, Meistern nicht. Wenn Du Meistern zum selbstdarstellen nutzt, vernachlässigst Du Deine Leitungspflichten als Holodeck.
Das sind Sachen mit denen man sich als Identität suchender, pubertierender Jungendlicher beschäftigen kann und auch muss.
Du vielleicht. Normale und gute Meister sind Dienstleister, keine Selbstdarsteller.

Doch solltest Du die Realität im Auge behalten, und nicht von Deinen schlimmen Erfahrungen auf andere schließen. Denn so tust Du der Forge in Deutschland und mit ihr jeder reflektiven Auseinandersetzung mit dem Hobby keinen Gefallen, ja leistest sogar denselben einen Bärendienst.

Alles in allem ist Dein Schrieb nur ein Hilferuf und ein Manifest, warum Du thematische RSP oder Brettspiele spielen solltest. Weil Du keine Lust auf die Spielleiterbürden hast, weil Du lieber Spieler sein willst, aber dennoch viel kreative Kontrolle haben möchtest. Mach das bei PtA oder sonstewo, aber verallgemeinere Deine persönlichen Befindlichkeiten und Dein Scheitern als Spielleiter nicht auf das gesamte Hobby. Oder probier mal anständiges ARS, bei einem guten Meister.

Liebe Grüße,

Andreas

Diskussion im O.R.K.

Wenn es stets zu Schutz und Trutze brüderlich zusammenhält

Einigkeit und Recht und Freiheit
Für das deutsche Vaterland!
Danach laßt uns alle streben,
Brüderlich mit Herz und Hand!
Einigkeit und Recht und Freiheit
Sind des Glückes Unterpfand:
Blüh im Glanze dieses Glückes,
Blühe, deutsches Vaterland!

Auferstanden aus Ruinen
Und der Zukunft zugewandt,
Laß uns dir zum Guten dienen,
Deutschland, einig Vaterland.
Alte Not gilt es zu zwingen,
Und wir zwingen sie vereint,
Denn es muß uns doch gelingen,
Daß die Sonne schön wie nie
|: Über Deutschland scheint. :|

Ich bin ein Preuße, kennt ihr meine Farben?
Die Fahne schwebt mir weiß und schwarz voran!
Daß für die Freiheit meine Väter starben,
Das deuten, merkt es, meine Farben an.
Nie werd' ich bang verzagen,
Wie jene will ich's wagen
|: Sei's trüber Tag, sei's heitrer Sonnenschein,
Ich bin ein Preuße, will ein Preuße sein! :|

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Early one mornin' while makin' the rounds

Unglaubliche Macht in meinen Händen,
Das Wissen der Welt in Greifweite,
Mehr als hundert Trefferpunkte,
Neunte Grad Sprüche,
Die Toten hören auf mein Kommando.
Neunzehnte Stufe - Shalalala!
Neunzehnte Stufe - Shaa-Lalalalalala!

Dragotha, aus Deinen Knochen köchel ich ein feines Leimchen für die Tapeten der St. Tercerys Kathedrale zu Greyhawk.

Diskussion im O.R.K.

I just call, to say how much I care

Eine durchaus Lesenswerte Diskussion könnt ihr hier finden. Es geht mal wieder um Zukunft und Realität der kommerziell betriebenen pastime. Alle Irrtümer und guten Argumente werden da genannt, wenn vielleicht nicht in der Gewichtung, wie ich sie wählen würde, aber immerhin. So kann ich kein Fehl daran finden und Euch darauf verweisen.
Interessant ist die Teilnahme einiger Marktkundiger, so wie Dirk und Tim Struck (die ja auch schon im Disputorium ihre Erstteilname feierten) oder auch den Fanpro-Aut-und Moderator und evtl.-Romancier Eismann. Doch zuviel Autorität darf auch diesen Stimmen nicht eingeräumt werden, denn zumindest Fanpro steht meines Erachtens kurz vor der Insolvenz. Ist auch interessant, daß Eismann sich vermehrt im GroFaFo umtut, gerade wo FanPro in ärgsten Nöten zu stecken scheint, und Rechnungen scheinbar nur noch mit Hosenknöpfen und Karten der Garether Vorstadt sowie Ulrich Kiesow Romanen begleichen kann, honi soit qui mal y pense.

Wirklich wichtig, progressiv und erhellend, soll Euch dieser Link zu mehr Hobbyfreude gereichen.

Diskussion im O.R.K.

We don't burn our draft cards in main street

Heureka! Ein Podcast für Abenteuerrollenspiel! Ein Ort, wo über Special Forces und Zocken zur Zeit zer Zaufklärung gesprochen wird, anstatt über Schnängs und Shmissues.

Dragon's Landing.

Heute bekommen wir das konkrete Angebot für einen fulminanten Austragungsort des OrCons. Es geht voran.

Lesenswert, aber unvollständig in der Betrachtungsweise, Lord Vees Artikel zum Spielspaß. Morgen dazu mehr.

Des weiteren biete ich hiermit eine deutsche OOP Originalausgabe von Inspectres an! Gebote bitte geheim oder öffentlich über das:

O.R.K.

Hofrat erklärt die Welt, Nte Episode

Aus einer Diskussion auf theRPGsite. Ich kann und will euch das nicht vorenthalten.

I promised to think.
Thunk I have.

Results:

Story has become a loaded word in internet discourse. The ways it has been loaded up from different sides shall be assumed as being known. I for one, have been guilty of loading it up with a negative connotation.
I equalled it with railroading, onanistic playstyle, player rape, method acting and all kinds of similar stuff I think of very lowly.

Are those connotations making sense? Do they really capture something?
Does the use of the word in it`s current guise help discourse?

First, let me tell you that I am of the uttermost and sternest belief, that there is a cultural divide in the hobby. Actually, there are even more cleavages, but for simplicity I will assume there is only one big one.

Story is supposed to either relate or be disconnected from the RPG hobby.

This is the argument, at it`s barest bones.

The first problem arises from the definition of Roleplaying Games, people all over the 'Net confuse a lot of stuff there.

Roleplaying is a method, call it technique, if you like. It shall be hereby defined as:

Extrapolation of virtual situations through verbal negotiation.

What`s a roleplaying game then? Anytime, the method of roleplay is used for leisure, i.g. in a game

It`s easy to show, that the first instances of roleplay use were of a certain ilk, played by certain people in a specific context. Namely miniature wargamers with an interest in fantasy/sf. They created D&D, and thereby Adventure Gaming as we know it.

So, as RPGs existed only in the guise of Adventure Games for quite some time, they becams synonymous.

Wait! Where does the Role enter?, you might say.
I say, to negotiate virtual situations it is very convenient, to assign different particiators different roles. these can be parties, countries, military units, cliques, any other group, or individuals. As we have seen, RPGs became prominent through D&D, which main revolutions were:

- focus on individual fantasy playing piece
- facilitating the method of roleplay for some parts of the game

Thusly, the

Roleplay == play/portrayal of individual character

is a fallacy stemming from history. That`s why I talk about role assumption, when others talk about roleplay. Nobody will change this, as the word Roleplay itself easily lends to this assumption. Thereby, we should stick to Method of Roleplay when we want to reference it.

Can the MoR be used for other stuff besides fantasy adventure gaming? Sure! It has been and will be used way more often in education and planning or even therapy, than for leisure activities. That`s why we have to differentiate it from role assumption commonly referred to just as roleplay.

Now we know what an RPG is, let`s look at story:

Story is a big word, with a well understood place in english language, as well as a wide range of meaning.

Which is the meaning I am so against to have in my games. Easy, it`s the dramatic element.

When someone says, he likes to create a story with his game, then I assume he does not mean just "narrative".
A narrative can be formed with RPGs and as a matter of fact everytime the MoR is used for anything, well everything that happens can be made into a narrative.
Thusly, we can renounce the possibility that the person in question is meaning story after the aforementioned "weak" point of view.

What does he mean, when saying story?

Well actually nobody knows. If anybody knew, there wouldn`t have been so much trainwreck discussions, and even worse trainwreck games, especiall by people who all wanted story.

So, which kind of story do I want to keep out of my game?
Easy, remember, the dramatic type. This is to say, there are a lot of people, who, for historical reasons have encountered the MoR in the guise of Adventure Games, while not coming from a tradition of wargaming. Some of them even come from a background of comic books, fantasy novels and TV-Shows. And some of them don`t want or cannot get into the wargaming mindset. Some of them want to recreate the drama from comic books and TV-Shows and Blockbuster Movies. Of course they can use RPGs for it, as RPGs have the MoR in them, one of the most powerful methods humans have for emulating something. So they go out, and recreate the dramatic strucure of their idols. And this is where any regular (war-)game element comes to a screeching halt. Either you emulate dramatic structures, or you have freedom of participants actions, both do not go together. This shift in aims is responsible for most, if not all conflicts in gaming and has divided the RPG hobby into distinct hobbies, but not in a harsh and clear cut manner, but in a hazy and fudgy sort of way.

In conclusion, I can say:

- story as a word is too broad to convey precise meaning
- the actual implied meaning has to be guessed
- most of the time story implies "having dramatic structure"
- the precise kind of dramatic structure is even then unknown
- whatever you do with the MoR as long as you use it as a leisure activity,
you are playing RPGs

Harking back to my initial questions:

Are those connotations making sense?

Yes.

Do they really capture something?

Yes.

Does the use of the word in it`s current guise help discourse?

No.

Diskussion im O.R.K

Every Limbo Boy and Girl, all around the Limbo world

Ein grandioses neues Forge-Diaspora Blog! Das Beste, möchte ich meinen!

Mein Lieblingszitat (Danke an Zachary für's Ausbuddeln):

I went over to Professor Curtis"™ house tonight for our weekly gaming session. Right now it"™s just the two of us, since a lot of our gaming community around here is mired in "traditional gaming". I can"™t believe I used to play that sort of thing, but I guess anything will sell to the masses if it"™s "mainstream" enough.

Anyhow, I"™m helping him playtest his game Limbo Fever, which is all about the choices contestants in a dance competition face; basically, it all comes down to the question "how low can you go?". We"™re also using it to explore some heavy personal stuff. There was a moment where my Venezuelan limbo king dealt with his alternative sexuality, which was really a powerful moment at our table. I didn"™t see the game going that way, but the Professor threw it in there. That"™s the great thing about our Forge and indie games"”unlike some other systems I can think of that are extremely popular and have over 60% of the market share, we can introduce and explore different "themes" to our games any time we want!

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Gott, wie ich alleine das Lied schon liebe (die Version von The Champs ist die beste, die hier ist immerhin niedlich), jetzt gibt es auch noch ein Rollenspiel dazu - all around the Limbo clock.

Diskussion im O.R.K.

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Not fitted for the war, me love, in High Germany

Es steht schlecht um deutschsprachiges Rollenspiel. Trotz meiner Bemühungen geht vieles weiter seinen unheilvollen Gang:

- Der DSRP dümpelt unnütz und aussagelos herum
- FANPRO steht kurz vor dem aus
- DSA erhält doch kein Rundum Facelifting für das neue Jahrtausend
- Die deutsche Runequest Gesellschaft versagt vollends und ist nicht im Stande das RQSRD zu
übersetzen
- Und sonst macht auch kaum einer mit
- Die deutsche Blogosphäre besteht weiterhin quasi nur aus mir
- F&S vergeigt die nWoD Lizenz
- Onkel Günni meint immer noch, er könne mit schicken Poserillus und Profilkurs-Deutsch
Texten einen Vampire-Mad Max Crossover einen Lebensunterhalt finden, obwohl er nur ein Buch pro Schaltjahr herausbringt
- Im GroFaFo diskutiert man, als sei es 1995. Keinerlei Debattengedächtnis, und die alteingesessenen tolerieren den Scheiß, oder haben sich zurückgezogen
- Nimer Yusef hat immer noch kein neues Projekt
- Das PrO dümpelt ziellos bis zur nächsten Buchmesse
- Es gibt kein gutes deutschsprachiges Rollenspiel im Druck
- D&D wird weiterhin im Schneckentempo übersetzt
- Die deutsche Travellerlizenz liegt brach
- Zoombot bloggt zuwenig
- Das Cthulhu Forum ist zu Tode gekuschelt, nur noch Forenspiele
- Deutsche Forgies haben noch immer kein einziges System herausgebracht
- DSRM steht kurz vor dem Herzstillstand
- RPG-Radio seit Wochen tatenlos [sehe gerade Episode 20 ist da. Aber lang hat es gedauert...]
- Das Fanoptikum ist ein schlechter Witz
- Die Trommel ist nur noch als Spam zu betrachten

Wie soll unsere Zukunft aussehen, wenn alles in deutscher Sprache scheitert? Was sollen unsee Kinder spielen? Nein, so geht das nicht, Deutschland, erwache!
EDIT: Ein neues Lutz Stepponnat Spiel in Sicht!!! Midgard, das Brettspiel!

Dafür aus dem Auslande ein paar gute Nachrichten:

Oberspasti und Arschkriecher, sowie Selbstgeißeler und Versager in Spiel und Leben Bankuei gibt endlich auf!

Dafür bloggt endlich die coole Sau und wiedergeborener Spielleiter Dr. Rotwang!!

Woflgang Baurs Open Design Projekt geht in eine neue Runde! Steigt ein und wählt, bezahlt und bestimmt! Tiefe Einsichten in professionelles Abenteuerdesign inklusive.

Diskussion im O.R.K.

Mein erster Paladin Thread

Spieler des chaotisch guten Elfengottchampions: "Mmmm, woher bekomme ich nur mehr "böses Niederstrecken" pro Tag?"
Spieler des rechtschaffen neutralen Todespriesters: "Nimm ne Paladinstufe."
SdcgE: "Nein, dann müßte ich Dich töten!"
SdrnT: "???"

Watt ein Schrott! Also liebe Leute, mir fällt immer wieder auf, daß haufenweise Rollos irgendwann in ihrem Leben mit einer sehr merkwürdigen Interpretationsweise des Paladins geimpft wurden. Ein Paladin macht dies, ein Paladin macht jenes. So ein Unfug. Ein Paladin ist ein Streiter für seine Sache, die würde er nie verraten. Aber er ist doch kein programmierter Roboter: "Untote-muß-töten-sofort." Das macht den Charakter vollkommen unglaubwürdig. Ich vermute ja stark, daß das Problem aus der AD&D 2nd Ed. kommt. Denn da waren Paladine in allen belangen besser als Kämpfer, und so mußten sie über die Rollenspielschiene beschränkt werden. Und da sind die meisten mit ihrem zwölfjährigen Verstand etwas über das ziel hinausgeschossen, nun eben altersgemäß.
Was haben wir heute?
Eine Klasse unter vielen, die ganz bestimmte Dinge einhalten muß:

Code of Conduct

A paladin must be of lawful good alignment and loses all class abilities if she ever willingly commits an evil act.

Additionally, a paladin"™s code requires that she respect legitimate authority, act with honor (not lying, not cheating, not using poison, and so forth), help those in need (provided they do not use the help for evil or chaotic ends), and punish those who harm or threaten innocents.

Associates

While she may adventure with characters of any good or neutral alignment, a paladin will never knowingly associate with evil characters, nor will she continue an association with someone who consistently offends her moral code. A paladin may accept only henchmen, followers, or cohorts who are lawful good.

Steht da irgendwo, "Muß alles Böse verzugslos angreifen?" oder "Muß alles Böse auf der Welt selbst vernichten?". Nein, Überhaupt nicht. Er soll ehrenhaft und staatstreu sein, so wie die Straftäter bestrafen. Nicht die potentiellen Straftäter, nein die tatsächlichen Bösewichte.

Vollkommen kompatibel zum Rollenspiel in fast jeder Gruppe. Es sei denn, sie hat böse Charaktere. So weit so gut.

Zu Gruppenmitgliedern:
Steht irgendwo etwas von: "Muß Gruppenmitglieder überzeugen." oder "Muß Gruppenmitglieder sofort bestrafen sobald sie etwas gegen seinen Codex tun "? Nein! Da steht, er will nicht lange was mit den zu tun haben. Dazu braucht es aber einen Kodex.

Aber das interessiert die Paladin-Fundamentalisten nicht. Denn "ein Paladin, der muß so und so sein!", wenn man fragt, wie das denn im Spiel funktionieren soll, dann kommt als Antwort:
"Gar nicht, Paladine sind scheiße."

Aha. Sie sind scheiße, weil man ihnen Sachen aufbürdet, die nirgendwo stehen. Was gibt das unseren Paladin-Fundis, wenn sie den Paladin als eine Karrikatur überzeichnen, davon mit glänzenden Augen berichten, in also vollkommen überhöhen, um in dann somit unspielbar zu machen?
Alles andere ist in D&D 3.5 erlaubt, das ganze Spiel hat unglaublich unter Fluff-Faschismus der 2nd gelitten, nun ist es aus der Selbstverschuldeten aufgebrochen und erlaubt einem alles. Außer Paladine?
Ich darf Drowhalbgötter spielen, Minotaurenmumien erzeugen, ein Wuxia-Mönch sein, mir nen Loch ins Knie bohren, Königreiche errichten, Halbgötter erschlagen , aber Paladin, nein, den soll man nicht spielen dürfen?
Was soll das?
Wo ist der Gewinn?
Bei 3.5 ist der Paladin genauso mächtig wie der Kämpfer und alle anderen. Wenn er so starken Einschränkungen unterworfen wäre, wäre er unausgewogen. Also, weg mit dem Elminströsen Gutmenschentum, und her mit Paladinen, die ihrer Vorlage gerecht werden: Gary Gygax hat sich Paladine wie die Hauskerle Karls des Großen vorgestellt. Und das waren mit Sicherheit tapfere, staatstreue und ehrenhafte Ritter, ohne eigene dynastische Interessen. Heiliggesprochen wurde aber keiner von denen...

Aber das ist nur eine Dimension. Die andere Dimension des Problems sind Gesinnungen allgemein, deswegen präsentiert euch jetzt der Leuchtturm des guten Geschmacks den Zugang zum angenehmen Umgang mit Gesinnungen bei D&D:

Gesinnungen bezeichnen Parteizugehörigkeit, nicht persönliches Verhalten.

Wenn man das bedenkt, wird alles logisch und glaubwürdig, alles spielbar. Wem das zu kernig-kurz ist, der denke nochmal drüber nach. Ansonsten mehr im

O.R.K.

Friday Night Firefight & I`ll be there

Ach, es ist so erholsam! Welch Labung für mein geschundenes Äuglein, welch Balsam für den Humoristenknochen in mir, welcher gleich zu schwingen begann!

Der Professor beantwortet Fragen. Gleich die erste hat niemand Geringeres als Eure Warnbake des erfolgreichen Spielleitens ja angestoßen, die Debatte kam von hier/mir, auf die sich der joshua da bezieht. Insbesondere des Professors Literaturverweise sind geradezu köstlich zu nennen. Besonders komisch: Der RolloSpackofredAutorImitator RPG Pro. Steckt da gar Mike Mearls dahinter? Und der Gaming Report nimmt es für bare Münze...
Forenkriege und Satire beiseite, es gibt ja noch Gutes in der Welt, z.b. Lutz Stepponnat. Der entwickelt gerade das Midgard Brettspiel und hat vorher Rückkehr der Helden + Erweiterungen verfertigt, die haben es ja sogar bis in die Anglophonie gebracht. Nette Spiele, auch wenn sie im Original zu einfach sind. Doch was er im Meinungslos-Radio so berichtete ließ ja tief blicken: FANPRO hat das Projekt mit ihm Geld zu drucken, und ein DSA-brettspiel zu machen vergeigt, weil sie lieber ein "Item-Sammelspiel" anstatt ein "Charakterentwicklungsspiel" wie RdH machen wollten. Gerade DSA, gerade die verbocken das. Spackofreds. Die Autokraten von Midgard hingegen ließen sich nicht lumpen und beliefern ihn brav mit Abenteuerideen. Aber das finanzielle Risiko darf der arme Lutz selber tragen.
Also Freunde, kauft euch das feine Spielchen, sobald es draußen ist, allein weil Lutz irgendwann sein eigenes RSP rausbringen will, da es "kein Einsteigersystem" mehr gibt! Wenn einer Deutschland retten kann, dann er: Ein Spieleentwickler!
Das Wort Roman fiel während des ganzen Interviews nicht.

Lutz, wenn Du hier mal hinkommst, ich bin bei Dir!
Schreib das neue Einsteigerfantasysystem, mit geschmeidigen Regeln, wie die von RdH. (Laß aber jemand über Deine Texte drübergucken.)
Wenn Du Karten oder Publicity brauchst, ein Wort genügt, Dein Hofrat wird für Dich da sein.

Diskussion im O.R.K.