Mein erster Paladin Thread

Spieler des chaotisch guten Elfengottchampions: „Mmmm, woher bekomme ich nur mehr „böses Niederstrecken“ pro Tag?“
Spieler des rechtschaffen neutralen Todespriesters: „Nimm ne Paladinstufe.“
SdcgE: „Nein, dann müßte ich Dich töten!“
SdrnT: „???“

Watt ein Schrott! Also liebe Leute, mir fällt immer wieder auf, daß haufenweise Rollos irgendwann in ihrem Leben mit einer sehr merkwürdigen Interpretationsweise des Paladins geimpft wurden. Ein Paladin macht dies, ein Paladin macht jenes. So ein Unfug. Ein Paladin ist ein Streiter für seine Sache, die würde er nie verraten. Aber er ist doch kein programmierter Roboter: „Untote-muß-töten-sofort.“ Das macht den Charakter vollkommen unglaubwürdig. Ich vermute ja stark, daß das Problem aus der AD&D 2nd Ed. kommt. Denn da waren Paladine in allen belangen besser als Kämpfer, und so mußten sie über die Rollenspielschiene beschränkt werden. Und da sind die meisten mit ihrem zwölfjährigen Verstand etwas über das ziel hinausgeschossen, nun eben altersgemäß.
Was haben wir heute?
Eine Klasse unter vielen, die ganz bestimmte Dinge einhalten muß:

Code of Conduct

A paladin must be of lawful good alignment and loses all class abilities if she ever willingly commits an evil act.

Additionally, a paladin“™s code requires that she respect legitimate authority, act with honor (not lying, not cheating, not using poison, and so forth), help those in need (provided they do not use the help for evil or chaotic ends), and punish those who harm or threaten innocents.

Associates

While she may adventure with characters of any good or neutral alignment, a paladin will never knowingly associate with evil characters, nor will she continue an association with someone who consistently offends her moral code. A paladin may accept only henchmen, followers, or cohorts who are lawful good.

Steht da irgendwo, „Muß alles Böse verzugslos angreifen?“ oder „Muß alles Böse auf der Welt selbst vernichten?“. Nein, Überhaupt nicht. Er soll ehrenhaft und staatstreu sein, so wie die Straftäter bestrafen. Nicht die potentiellen Straftäter, nein die tatsächlichen Bösewichte.

Vollkommen kompatibel zum Rollenspiel in fast jeder Gruppe. Es sei denn, sie hat böse Charaktere. So weit so gut.

Zu Gruppenmitgliedern:
Steht irgendwo etwas von: „Muß Gruppenmitglieder überzeugen.“ oder „Muß Gruppenmitglieder sofort bestrafen sobald sie etwas gegen seinen Codex tun „? Nein! Da steht, er will nicht lange was mit den zu tun haben. Dazu braucht es aber einen Kodex.

Aber das interessiert die Paladin-Fundamentalisten nicht. Denn „ein Paladin, der muß so und so sein!“, wenn man fragt, wie das denn im Spiel funktionieren soll, dann kommt als Antwort:
„Gar nicht, Paladine sind scheiße.“

Aha. Sie sind scheiße, weil man ihnen Sachen aufbürdet, die nirgendwo stehen. Was gibt das unseren Paladin-Fundis, wenn sie den Paladin als eine Karrikatur überzeichnen, davon mit glänzenden Augen berichten, in also vollkommen überhöhen, um in dann somit unspielbar zu machen?
Alles andere ist in D&D 3.5 erlaubt, das ganze Spiel hat unglaublich unter Fluff-Faschismus der 2nd gelitten, nun ist es aus der Selbstverschuldeten aufgebrochen und erlaubt einem alles. Außer Paladine?
Ich darf Drowhalbgötter spielen, Minotaurenmumien erzeugen, ein Wuxia-Mönch sein, mir nen Loch ins Knie bohren, Königreiche errichten, Halbgötter erschlagen , aber Paladin, nein, den soll man nicht spielen dürfen?
Was soll das?
Wo ist der Gewinn?
Bei 3.5 ist der Paladin genauso mächtig wie der Kämpfer und alle anderen. Wenn er so starken Einschränkungen unterworfen wäre, wäre er unausgewogen. Also, weg mit dem Elminströsen Gutmenschentum, und her mit Paladinen, die ihrer Vorlage gerecht werden: Gary Gygax hat sich Paladine wie die Hauskerle Karls des Großen vorgestellt. Und das waren mit Sicherheit tapfere, staatstreue und ehrenhafte Ritter, ohne eigene dynastische Interessen. Heiliggesprochen wurde aber keiner von denen…

Aber das ist nur eine Dimension. Die andere Dimension des Problems sind Gesinnungen allgemein, deswegen präsentiert euch jetzt der Leuchtturm des guten Geschmacks den Zugang zum angenehmen Umgang mit Gesinnungen bei D&D:

Gesinnungen bezeichnen Parteizugehörigkeit, nicht persönliches Verhalten.

Wenn man das bedenkt, wird alles logisch und glaubwürdig, alles spielbar. Wem das zu kernig-kurz ist, der denke nochmal drüber nach. Ansonsten mehr im

O.R.K.

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