He called his Babylon Paradise

Weitere Betrachtungen zum PESA-Gipfel.

Die Spiel- und ARS- relevante Auswertung nimmt der Gemüse-Ghoul vor, was ihm als Gastgeber und Dungeonmaster alleine gebühret. Mich aber haben andere Ebenen durchaus berührt, eine sei erwähnt. Obwohl alle, die anwesend waren durchaus das gleiche Ziel hatten, zumindest global betrachtet, und auch alle guten Willens war, so war doch die Kommunikation bzw. die gemeinsame Reflexion ziemlich schwer. Nicht, weil Begriffe gefehlt haben. Sondern weil die Erfahrungen so verschieden waren.
Ja, das gemeinsame Sprechen über Rollenspiele war schwerer als gedacht, und das unter Gleichgesonnenen!
Mit einem Martin Schramm, oder einem b_u_g kann ich jederzeit schwadronieren, Stichworte reichen um bestimmte Dinge abzukürzen, Wissenslücken zu Systemen werden schnell gegenseitig gefüllt. Aber mich beschleicht der Verdacht, daß selbst bei internetaktiven und conbesuchenden Rollos die Erfahrungswelten so auseinandergehen können, daß man sich höflich annähern aber eigentlich nicht miteinander ohne weiteres in Austausch treten kann. Dinge, die für mich glasklar sind, die ich mit dem leuchtenden Strahl der Erkenntnis vor Äonen schon erhellte, sind für mein Gegenüber im Zweifelsfall noch nichtmal aufgetreten! Manch einer, wie Ron Edwards zum Beispiel, hat noch nie eine ARS-Kampagne, oder einen guten Spielleiter erlebt! So verhält es sich, und mir wird klarer, daß Unverständnis aufgrund anderer Erlebniswelten viel weiter verbreitet sein kann als ich es gedacht habe. Nun, das macht diesen, meinen, Leuchtturm um so wichtiger, auf daß die deutsche Trias aus Bundsandstein, Muschelkalk und Keuper, ich meine DSA, Shadowrun und WoD, erweitert wird auf einen bunten Reigen aus den maßgeblichen Traditionslinien.
Dann, wenn alle und jeder einmal verschiedene Systeme aus den drei Säulen des ARS-Tempels gespielt und geleitet hat, können wir in neue Höhen entschweben. Zwischenzeitlich rufe ich Euch von hier oben etwas zu. Erst, wenn jeder erkennt, welche Paradigma das ARS in seiner Entwicklung geleitet haben, und welche Schlußfolgerungen daraus unweigerlich jeweils für die Spielleitung und die Regeln erwachsen, dann wird wahrer Fortschritt möglich sein.
Auf dem Gipfel selbst gab es kurz gesagt einen strukturellen Clash von RuneQuest und D&D: ein 30 Jahre währender Händel! Doch er muß immer wieder erneut ausgefochten werden. Die Vermengung des Unvermengbaren muß man nicht dem guten Gemüse-Ghoul anlasten, sondern den bösen Zauberern von ICE, die mit falschen Versprechungen unschuldige Dungeonmaster in ihren Bann schlugen. Was genau an HARP falsch (und was gut!) ist, wird Ghoul angehen, ich ergänze dann vor Ort.
Zum Schluß möchte ich noch einmal auf die überragende Gastfreundschaft der Dresdener aufmerksam machen. Solch einen Tagungsort findet man nicht zweimal.

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