Obey!

Nun, nun. Die ENnie Liste (Nominierungen) gibt beredtes Zeugnis von der Vernachlässigbarkeit des Bewerbs. Immerhin, Fear the Boot ist dabei, deswegen werde ich für diese dann auch abstimmen.
Und ihr auch!

Ansonsten werden die Überlegungen zum BT-Relaunch merkwürdiger: Daß Boxen ja beliebter als Supplements waren, glaube ich sofort. Und daß alle Versuche, mit irgendwelchen doofen Szenariobänden die BoxBrettSpieler zu Romanlesern und Supplementkäufern zu machen scheiterten, auch.
Und dann präsentiert man uns die formidable Lösung: Doofer Einsteiger Szenarioband?!?!
Blödsinn.
Immerhin, die Boxen BT und CityTech sind ein kleines Hobby von mir. Zu Myriaden kann man sie aus aufräumender Mutterhand bei eBay kaufen. Es ist jedesmal wie eine kleine Wundertüte, das letzte mal hatte ich GeoTech 1, ein Computerspiel mit Anleitung und Steiner Decals drinne, alles zum Wundertütenpreis von €5. Aber auch ultra-seltene PlasTech Figuren waren schon in ihnen versteckt. Und genug von den alten beiden Covern bekomme ich sowieso nie.
Viele haben eben die beiden Boxen, evtl. noch Solaris VII, drei Romane und sechs Mechs plus Plastik-Unseens gehabt.
Und das 3025er Hardware Handbuch.
Und wer zum Teufel hat denn je Szenarios gespielt?
Mal im Ernst.
Wir haben es letztens nach fast 20 Jahren zum sage und schreibe zweitenmal gemacht. Es war gut, interessant. Aber erst nach der Überwindung, es überhaupt zu probieren. Und die blöden Mechpilotenprofile, wer zum Teufel will die haben?
Genau, Romanjunkies.
Nichts gegen die, aber die kaufen ja schon die Tertiärprodukte.
Ebenso halte ich die Politik der Nutzung von bemalten Miniaturen als Bildmaterial für fragwürdig. In meinen zarten und ungebildeten Jahren haben mich Mini-Photos von bestimmten Spielen abgeschreckt: Ich hatte keine Ahnung, wie ich das so gut machen soll, es hat mich eingeschüchtert. Ebenso hatte ich garnicht die Möglichkeit, all diese Utengsilyen zusammenzusammeln. Ich war stolz wie Oskar, daß ich meine paar Mechs mit Revell-Feinspachtel eingefärbt hatte, und das erschien mir schon unglaublich mühselig und aufwendig. Die liberale Einstellung zum Proxytum und miserabler oder garkeiner Bemalung ist mE eines der ungenannten Erfolgsrezepte von BT. Battletech wurde so für die breite, ungezwungene Masse spielbar.
Bemalnazis und Geländeswine scheinen auf dem Vormarsch, wenn auch nur psychologisch. Daß wir uns nicht falsch verstehen: ich liebe bemalen mittlerweile, und spielen in gut gemachtem Gelände ist toll. Aber der Erfolg in der Breite wird so nicht erreicht, es sei denn, Battletech wird ab sofort in den Jugendfreizeitheimen von Games Workshop weltweit feilgeboten und von den dortigen Streetworkern angepriesen und Bemalunterricht gegeben.
Der Relaunch wird keine neuen Spieler unter 14 ansprechen, da bin ich mir sicher.

Zum O.R.K.

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