August 2007

Want you back, want you back,...

Wenn die Flüsse aufwärts fließen.

Vom Kriege.
Genauer, vom Flamewar.

Weiterhin bin ich überaus beschäftigt. Danke schonmal an Dirk (nicht mehr vom Laden) für die Rollo-Archäologiehilfe, sehr freundlich! Der gute Mann hat mir die extrem schwer aufzufindenden DSA1 Zaubererweiterungsregeln der vorrömerschen Ära (Simufant Nr. 8) zukommen lassen.
Und die sehen verdammt gut aus!
Simufant-Macher war Frank Lassak, der ja auch die ersten sieben (also die einzigen guten, die mit Regeln, Monstern und Geweihten des Namenlosen als Heldenoption) Aventurischen Boten als Chefred betreut hat, bevor U-wie Unrap-Kiesow übernahm. Frank Lassak macht jetzt meines Wissens in Computerzeitschriften.

Bis demnächst auf diesem Sender.

EDIT: Peinlicher Fehler beseitigt. Der gute Mann heißt natürlich Frank Lassak. Das kommt davon wenn man aus dem Gedächtnis fern des Hobbykellers und seinem Quellenmaterial bloggt.

Zum O.R.K.

If I were a Carpenter

Kaum der heilige Gral für die ganze Szene, aber mein persönlicher auf jeden Fall.
Danke, Mongoose!
Hoffen wir, daß es gut wird.

Zum O.R.K.

The Face of Boe

Während die alten ENNIE-Judges noch im Amte sind, werden ab sofort die neuen gewählt. Warnung von mir: Die Murksigkeiten der letzten Jahre sind zu einem nicht unerheblichen Teil auf die Vorherrschaft der EN-World/Circus Maximus "Cool Kids" zurückzuführen. Ich erinnere an das Fehlen von Ptolus in wichtigen Kategorien des laufenden Bewerbs.
Warum also nun schon die neuen Judges wählen?

Zum einen, um die Leselast auf ein ganzes Jahr zu verteilen, anstatt in wenige Monate zu zwängen. Zum anderen hat es den Effekt, daß sich viel weniger effektiv Werbung machen ließ, eine gewisse Übersättigung an Judgeswählen einsetzt, und weniger Personen kandidieren. Außer den üblichen ENW/C-M cool kids, die mußten ja nur den Antrag von vor ein paar Monaten wiedereinreichen.
Nicht mit uns!

Wählt alle Zachary!

Er spielt vernünftige Spiele, hat einen guten Geschmack, und gehört nicht zur oben genannten Clique. Wenn euch stimmungsvolles Abenteuerrollenspiel ebenso am Herzen liegt wie mir und ihm, wenn Euch Substanz wichtiger ist, als Internethype, dann wählt Zach.
Weiterhin empfehle ich die Wahl von David Temporado.
Denn er ist: diaglo == old-school D&D StARS-Papst.

Alle anderen sind aus Stallgeruchs- und Demokratiehygienegründen abzulehnen. Insbesondere Jeff Ranger. Und diesmal sind keine Forger-Apologeten dabei, der Gestank nach altem Mist kommt aus dem Circus Maximus.

Zum O.R.K.

Der nicht-Beitrag

Da kann man nichts zu sagen.
Alles, was man als anekdotische Defension order grundsätzlicher Kritik anbrächte, erhielte den gleichen dümmlichen Beigeschmack, der der Frage selbst innewohnt. Vor allem, wenn man die fragende Person kennt, mit Ihr gespielt und geleitet hat. Das Bündel an falschen Vorstellungen, trauriger Realität und Geschmacklosigkeiten aufzumachen, hieße sich selbst mit denselben zu besudeln. Alleine der vorgehende Satz tut dies ja schon, eine Spirale der Begründung einer nicht-Antwort, die selbst Antwort ist, und auch darüber noch reflektiert...ad infinitum.
Warum ich das aufgreife?
Weil es exemplarisch ist. Exemplarisch für einige Anglo-Forger-Inklusionsgedanken, welche für die vermeintlich Inkludierten durchaus abschätzig und beleidigend ist. Natürlich ist der dort Postende kein Forger, das sei festgestellt.

So verbleibe ich mit freundlichen Grüßen und diesem nicht-Beitrag.

Insane in the Menbrane

Manchmal denke ich, ich werde verrückt. Denn wenn alle anderen Blödsinn reden (über Dinge, die sie dann am Ende nie probiert zu haben zugeben müssen, wie neulich "Son of Kryos" Paka zum Thema Traveller) , offenbar nicht richtig miteienander spielen können und abstruse Ideen haben (siehe vorheriger Beitrag), kann man folgern, man sei der einzige mit Durchblick, Geschmack und den paar Fertigkeiten, die man zum Spielen braucht. Man fragt sich doch, ob man Riesenglück hat mit seinen Mitspielern. Oder eben alle anderen sind normal und man selber ist verrückt.
Doch oh, Freude!

Kann man doch das ganze aufs Internet schieben. Die Personalauswahl ist ja schon recht merkwürdig.

Und wer zufrieden ist, der schweigt. Ich bin ja nicht mit dem Spiel, sondern mit den Internetyogis unzufrieden. Das wäre dann wohl meine Störung, daß ich die Kloppis nicht in Ruhe lassen kann.
Wobei ich mich wirklich frage: Was machen die am Tisch? Und warum trägt man sowas ins Internet?
Sind die verwirrt?
Da ist was faul im Staate Artesia, der Hamburger Elite-Spielrunde von Theoriegrößen und Spieleautoren. Dies ist ja nicht der erste Hinweis auf Unstimmigkeiten, aber jetzt wird es echt seltsam. Und wir dürfen alle zugucken. Mal sehen wer nominiert und rausgewählt wird...

Zum O.R.K.

Midbrain Blues

Erstens: Mein bundessprachenamtgeprüftes Hörverstehen hat mich nicht getäuscht, es heißt Membrane und mein neulich angebrachter Kalauer behält Berechtigung.

Zweitens: Gibt es tausend Dinge, die ich herausgefunden habe, aber derweil keinen Drang verspüre mitzuteilen.

Drittens: Muß man nicht gesehen haben, ist aber interessant.

Viertens: Kommt bald ein Thor-Film heraus. Meine Hoffnung: Mehr Zerstörung und null Beziehungskiste. Ich meine, Thor, mit wem auch?

Fünftens: Titus Pullo hätte sterben sollen, Vorenus Heulsusus auch. Anstattdessen wird der einzige Klardenker gemeuchelt. TsTs. War ja klar.

Sechstens: Habe ich "Die Dritte Expedition" gespielt. Uiuiui. Erstmal ein peinlicher Einleitungstext, der herablassend und übermotiviert zugleich in einer unangenehmen Verbindlichkeit die Regeln darlegt.
Dann 400 Abschnitte lang gefüllt mit Scheinoptionen, die alle zu den buchstäblichen Gleisen zurückführen, oft nach weniger als fünf Abschnitten. Pipieinfach, bis auf ein einziges Rätsel, welches einem aber nichts bringt, und welches man auch umgehen kann. Ach ja, Hirnrissige DSA Kletterproben Marke "Viermal würfeln, wenn es einmal nicht klappt, bist Du tot.", gibt es zuhauf.
Nur daß man nicht stirbt, sondern eine Extrarunde drehen muß. Weder ist das Buch ein komplexes mehrstufiges Rätsel, wie es die alten Fantasy-Abenteuer-Spielbücher waren, noch ein regelfreies multidimensionales Leseerlebnis mit hohem Wiederlesewert, noch ein lockeres echtes Erkundungsszenario (Marke Isle of Dread), daß auf der getreulichen Anwendung von komplexeren Regeln beruht, wie die mir freundlicherweise zugespielten Tortured Souls!-Solos, oder die Tunnels & Trolls Abenteuer.
Nein, das Buch hat nicht begeistert.

Der Nachfolger, "Die Sterne der Tiefen" fängt gleich damit an, mir zu erklären, daß mein letztes Abenteuer nutzlos war, und die doofe Ogerburgokolythengerätesache doch eingenommen wurde. Tolle Wurst, Railroading auf allen Ebenen: von der Duck-Tales-Vorspann-artigen Zwergenverschickungseisengleisen bis zum Metaplot, alles egal im Hause Pegasus-Heitz.
Wir dürfen zugucken, und manchmal einen Gegenstand aufschreiben, oder wichtige Entscheidungen treffen wie: "Willst Du deine gefallenen Kameraden schänden und plündern, und die Zwergengötter erzürnen (53) oder willst Du sie, wie es Sitte ist, begraben (234)?".
Dann wohl doch lieber Altbestände aus den Achtzigern aufspüren und spielen. Die waren damals schon weiter.

Zum O.R.K.

Das ist der Beweis, Forger sind dumm

Grandios!
Ich hatte nicht damit gerechnet. Alexandro hat recht überzeugend dargelegt, daß Vampire popeleinfach ganz normal gespielleitet wird. Die labern bei der Erklärung ein bißchen mehr rum, aber Storytelling heißt bei denen gemäß RAW einfach, nach Champions-Paradigma und Roll & Shout Regeln flink und frei zu spielen. So wie man fast alles außer D&D leitet, bei RQ/Traveller Derivaten natürlich ohne jede Charakterzentrierung.
Diese Theorie hätte mehrere Folgen:

1) Meine eigenen, äußerst schlechten Erfahrungen mit WoD und ihren Spielern müssen andere Gründe haben
2) Alle Geschichten von bekloppten WoD-Spielern und verkorksten Runden, müssen andere Ursachen haben, als das eigentliche Spiel.

Damit kann ich leben. Kein Problem für mich. Gründe fallen mir genug ein. Metaplot ist der eine, aber Personalauswahl via Subkultur kann mich genauso, oder mehr, überzeugen.

Also, wenn dann WoD eigentlich total normal ist, Storytelling nur normales Champions-ARS ist, dann ist das doch ein Knaller!
Was heißt das dann?

Ja, genau!
Daß alle Forger brain-damaged sind!

Sie rennen rum und behaupten Vampire wäre der Teufel in Person. Aber dabei haben sie Vampire nicht verstanden!
Wie geil ist das denn?!

Zu dumm um Vampire zu spielen, mein neuer Lieblingsschimpfspruch. Nun, da die gesamte Forge auf dem Misverstehen von Vampire beruht, kann man mit Fug und Recht den Sieg der genetisch-sozialen Rollenspielkritik auf ganzer Linie feiern.
Alles fügt sich.

Wer sich für die WoD interessiert, der mag weiter forschen, woher die ganzen Idioten kamen, die das Spiel dann zum RR-Illu-Paradies gemacht haben. Bitte vor allem die USA betrachten. Ich lese dann gespannt zu.

Wie gesagt, offen bleibt die Frage, woher denn dann die RR-Illu-Neigungen kommen. Abenteuer die so sind, gibt es ja zuhauf. Haben diese Hirnis dann die WoD okkupiert? Haben sie das Schlupfloch genutzt?

Mir gefällt die Theorie, Danke Alexandro!

Zum O.R.K.

Damals vor unendlich langer Zeit bzw. I entered

...an alehouse I used to frequent.

BBS! txt.files! AD&D 2nd Edition! Telephon-Modems!
Wahrlich, das waren Zeiten. Ich persönlich habe sie nur in den frühen Neunzigern miterelebt, vorher war nix mit Modem. Und dann kam schnell das Internet.
Zum Glück vorbei, aber manch Perle ward damals in ASCII-Code gegossen.

Zum O.R.K.