Lernfähig, II

Ich berichtete. Nach reiflicher Überlegung kam man zu dem Schluß, daß zunächst Beobachtung angesagt sei. Ein von außen auffindbares Pflanzenmonster lockte man in die umliegenden Sümpfe, und erschlug es, durch geschickte Positionierung in weit aufgelockerter Formation, ohne Verluste.

Dann stellte man fest, daß die größte Bedrohung die Seetrolle seien. Nach mehreren Ideen, beschloß man, den Seetrollen ihr Süßwasser zu versalzen, da man annahm, die Seetrolle seien nicht aus dem Wasser zu locken. Doch woher nehmen? Erdelementare, die beschafften einige Tonnen Salz, welches dann mühselig in den See eingebracht wurde.

Hustend und Prustend rannten die Seetrolle aus einem Fluchtloch in die Kaltmarschen hinaus, natürlich viel schneller und nahezu perfeket getarnt für ihre eigene Heimatumgebung, doch eine Vertrauten-Eule hielt die Fühlung, auch das war geplant. Man ließ es sich nicht nehmen, den Seetrollbau auszuplündern, gefährlich war es ja nun genaugenommen überhaupt nicht mehr, leicht verdientes Geld.

Nach zwei Tagen hatte man die Seetrolle eingeholt, und ihr temporäre Wasserhöhle in einem Braided River aufgespürt. Mit Damm, noch mehr Salz, und Blitzen aus dem Druidengewitter trieb man die Scrags heraus, und vor sich her.

Zum Verhängnis wurde deim Oberscrag, daß er zu schlau war für einen Seetroll: Er wußte, daß Blitze durch mächtige Magier gewirkt werden, die aber im Nahkampf verwundbar waren, so nahm er das Handgemenge auf, was tödlich endete, leider nicht für einen einzigen Spielern. Das Glück ist mit den Planenden, wie es scheint.


Man kann auch mehrere Tage mit einer einzigen Zufallsbegegnung verbringen. Vor allem wenn man sich von telportierenden Nervlingen das Zauberbuch stehlen läßt. Doch beim Aufspüren von Dimensionstür-Flüchtigen Dieben war man zäh & einfallsreich, hier eine Szene wo man den berüchtigten Kaltmarschdöppel bei der Verteidigung seines Baus beoabachten kann.

Dies ist schon eine Weile her, mittlerweile hat man schon ganz andere Schoten abgezogen. Wie zum Beispiel kurz danach, als man Terceryis, dem Kriegsmagier und einstigem wie kommendem König von Urnst, seine linke Hand tötete, und damit fast Krieg zwischen der Kirche von Wee Jas und dem König Tercerys auslöste. Aber das ist eine andere Geschichte, deren Ausgang zu Verbannung in den tiefen Amediodschungel nach sich zog.

13 Gedanken zu „Lernfähig, II

  1. Ich hatte es ja im Wurmquolloqium angedeutet. Wenn Du noch einen Charakterbogen hast, denn Du mir zukommen lassen kannst, um so besser!Kannst gerne auch als Postspiel die Re-Rexifizierungsphase bespielen, mit sowas habe ich gute Erfahrungen.

  2. Schön, die Charaktere unterwerfen sich also ENDLICH der “tyranny of fun” der Spieleentwickler und haben keine eigenen Ansprüche mehr ans Rollenspiel.Beste Vorausetzungen.

  3. Also um das nochmal klarzumachen: Die Spieler haben durch Nachdenken die Situation antiklimatisch gelöst, und sich eben NICHT von Begegnung zu Begegnung vorgehangelt, im festen Vertrauen auf die Schaffbarkeit, oder andere Deformationen.

  4. nene. Mitmachen ist gerade nicht drin. Bin nur interessiert, mitzuverfolgen, was Du aus der Vorlage nun entsponnen hast. Meine email hast Du ja.Kasten: ??? Was will uns der Autor damit sagen?

  5. Ich denke mir, wie besser Greyhawk spieln, als wie es Gary gemacht hat: Mordenkainen, Robilar, Tenser etc: alles PCs. Und da sind unsere eben jetzt diejenigen welchen.

  6. @Markus: jedes Spiel gibt auf seine Art und Weise (Trick17, 08/15-Methode) vor, wie die Spieler zu spielen haben.In diesem Fall ist es das “Dumbratz-scouting” (ich fühlte mich bei Sets Beschreibung an dunkle Diablo-Zeiten erinnert), und Ausdiskutierung von immer abstruseren Plänen zum “taktischen Vorteil” (und deren Vorbereitung leicht mal zwei bis 4 Stunden von der Spielzeit abzwacken).Das ist weder besonders originell, noch ist es das, was die Mehrzahl der Rollenspieler vom Spiel erwartet, aber wenn es Sets Spielern Spaß macht, von mir aus…@Set (bezogen auf den letzten Kommentar): Interpunktion! Grammatik! Aussage???

  7. Ich verstehe überhaupt nicht, was Du da sagst. Hast Du schon mal P&P-Spiele gespielt? Dies ist ein RSP-Blog, daß sich nicht um Computerspiele dreht!

  8. Carsten: welcher Hafer hat Dich denn gestochen? Solch einen unreflektierten Quark habe ich selten von Dir gehört.Set spricht doch wieder einmal nur vom RSP, dem Ergebnis un der Konsequens aus der Interaktion mit der Umwelt, nicht von RSP-Systemen und den möglicherweise darin enthaltenen “Lösungscoupons” (die wiederum die Spieler dazu “erziehen” könnten, sich nach bestimmten Mustern zu verhalten, wenn ich Dich recht verstanden habe).

  9. ein Lob an die Spielweise, die die Entscheidungen der Spieler und Konsequenz noch achten. und ein Dank an den erheiternden Bericht, wenn man sieht, welch abstruse Blüten diese Freiheit treibt, wenn Spielrunden ohne jegliche geologische Kenntnis auf eine Spielumwelt losgelassen werden.Das lässt die “Konsequenz” dann in einem gänzlich ironischen Licht erscheinen. :)Denn kenntnislose Entscheidungen haben ja auch wieder was von Willkür. p.s.: Dumbratz-Scouting. Muss ich mir merken. Sehr aussagekräftig und ich weiss, was du damit sagen willst.

  10. @Set: ahh, NICHT DER Karsten. Das macht in der Tat wieder Sinn, wenngleich die Aussage an sich sinnfrei bleibt. Du wolltest mich kontaktieren?

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