Re-Brandting

Die famosen Synchronisationen von Rainer Brandt sind in gewisser Weise eine der letzten Restfitzelchen Berlinisch-Jüdischen Humors die nicht mit ihren Trägern umgebracht oder in Todesangst verjagt wurden.

Wo viele über sog. „Blödelsynchro“ (ein diffamierendes Schimpfwort) fluchen, da jubele ich! Denn Italo-Düster Western sind so unglaublich langweilig, -atmig und -wierig, daß ich nie einen zuende geschafft habe. Und also fehlt mir was das Westerngenre angeht ganz viel Detailwissen. Aber unendliches Gepose von obercoolen Dreitagebärten, nein, nein und nochmals nein. Daß Deadlands seinerzeit bei den Sekundärgoths unglaublich einschlug, kein wunder. Gepose und Hyperindividualismus, zwei meiner „Lieblingszutaten“…

Egal, aber dank Rainer Brandt kann ich durchaus ein zwei Westernfilme gucken, und es fällt mir gerade dabei auf, wie stark Western Blaupausen für SCi-Fi Abenteuer bereithalten. Der Dicke und das Warzenschwein hat eine super Proto-Sci-Fi oder noch besser: RIFTS! Herausforderung:

Ins Fort einschleichen, Alarmanlage ausschalten, damit der Rest des Teams den Dicken Emil, die oberfette Südstaatlerkanone (tatsächlich eher ein Mörser) flachmachen kann. Dazu noch einiges an lokalen persönlichen Spannungen (Col. Pembroke vs Ballard), die SUPER in die Coalition States passen würden.

Ich bin begeistert.

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