Wißt Ihr wie Ihr ausseht, wenn Ihr Borborads Fluch hatet?

Sehr unschön. Sehr unschön.

Borborads Fluch war damals ein ziemlich großer Erfolg, und er hat vielen sehr viel Spaß gemacht. Es ist ein verdammt gutes Soloabenteuer, steht Jackson und Livingstone gar nicht so viel nach. Man fand ihn am Bahnhof in Spielwarenläden und in Stadtbüchereien. Gleichzeitug zu Thienemanns Auflage der Fighting Fantasy Reihe, in denen es auch Sci-Fantasy gab. Für uns damals war das kein Problem. Es hatte sogar etwas düster-verwegenes, das „dreckige Aventurien“, von dem Norbert Mattausch und RabenAas weiland sprachen.

Aber was ich wirklich super schade und von Euch auch ziemlich häßlich finde, ist es den Retcon als die Wahrheit darzustellen. Die Wahrheit, die echte, erste und damit Älteste und gesetzteste Setzung ist die von Alpers und Fuchs (aka Claus Lenthe)! Das ist die SETZUNG, meine Freunde. Wenn euch der Römer-RETCON besser gefällt, das sei Euch. Aber die Wahrheit über Borborad steht eben in dem ersten Abenteuer es ist DIE Autorität, der Ur-Tex, die Qmram-Rolle. Nicht irgendein Fankram oder Verirrung eines Lohnautors. Soviel Wahrheitsliebe muß sein, liebe Szene. Die ERFINDER des Schwarzen Auges und Aventuriens haben das so damals gesehen, und damit gibt es nichts, was daran zu rütteln wäre. Sich darüber lustig zu machen läßt Euch häßlicher, geifernder und kleingeistiger aussehen, als mir jemals unterstellt wurde.

Alles was dann von Römer kam, ist buchstäblich Fan-Fiction und Retcon. Gefällt Euch, mag sein. Aber über Hunderttausend Leute habt ihr schon mit Eurem Verhalten aus dem DSA-Bereich weggeekelt. Herzlichen Glückwunsch.

Das Spielzeug-Theorem

Beim letzten PESA-Gipfel fing ich an eine Idee zu Entwickeln oder besser Erkenntnisse aus der diskursvernebelten Wahrheit zu schälen: Der Kern des Interesses an Rollenspielen in Ihrer historisch gewachsenen Darreichungsform, ergo Abenteuerrollenspiele, rührt daher, daß man an „gewissen Elementen“ ein intrinsisches oder natürliches Interesse hat. Sagen wir mal bei mir seien es Raumschiffe.

z. B.:“Gewisses Element“_Settembrini = Raumschiffe.

So, und wenn ich mich ganz allgmein für Raumschiffe interessiere, dann kann ich mich im Rollenspiel, mit diesen gewissen abenteuerlichen Elementen interagieren. Anders ausgedrückt bietet Rollenspiel die Möglichkeit mit Spielzeug strukturiert und tiefergehend zu spielen. Was man vorher mit Playmo oder Barbie gemacht hat, kann man im Rollenspiel auf eine neue Ebene bringen. Weil man etwas größer ist, brauch man nicht mehr zwingend ein dingliches Spielzeug. All diejenigen, die mehr als ein oberflächliche Interesse für einen abgrenzbaren Gegenstand hegen, sind also natürliche Interessenten für Abenteuerspiele aller Art! Das ist die Gemeinsamkeit, die Triebfeder, das Agens.

So, also kommt das Interesse für die existierenden Rollenspielsysteme besser gesagt Welten vor allem daher, daß einem da „gewisse Elemente“ == Spielzeuge gefallen. Und die gefallen einem einfach so, aus sich selbst heraus. Man schaue zu RIFTS, wie nicht nur externe Spielzeuge interessant sein können  (z.B. Raumschiffe oder Flugzeuge), sondern wie durch Beschreibung und Illustration Spielzeuge neu geschaffen wurden, die man nur da und so und dort manipulieren kann! Dabei nutzen die Kreativen Spielzeugausdenker die Formen, Formeln und Konventionen, die aus Ihrer kulturellen Umgebung bekannt sind. Im besten Falle erweitern sie diese und auf einmal haben wir den Marodeur des Kopfgeldjägers bei BattleTech, der eine doppelte Legende, Ikone darstellt. Oder Space Marines. Alles an 40k ist im Prinzip Beiwerk, es geht darum mental und real mit Space Marines spielen zu dürfen/können.

Das Fettgedruckte oben ist genau genommen normativ, nicht deskriptiv. Denn Hipstertum und Mode sind insofern verabscheuungswürdig, als daß Sie Dinge als geschmacklich hochstehend oder auch nur der eigenen Begeisterung würdig ansehen, aus Gründen jenseits Ihrer selbst.

Die Herzenshaltung, die im Allgemeinen wie im Besonderen, über Zweifel erhaben ist, ist die, die Dinge um Ihrer selbst willen schätzt.

Die moralischen und damit geschmacklichen Bewertungen* folgen dann ganz klar. Ebenso folgt, daß es im Kern überhaupt keine Spielertypen, wie sie es landauf landab immer wieder behauptet wird gibt. Es folgt ganz offenkundig auch der Grund, warum auch sog. „dysfunktionale“ Runden und Systeme lange, lange, lange fortbestehen: Solange die Runde, das System ein Delta an tiefergehenden, spielerischen Manipulation der „Gewissen Elemente“ erlaubt, die andernorts nicht zu erreichen sind, dann ist der Nutzen groß genug.

Das nenen wir die Grenznutzentheorie des Spielwerts.

Geht’s so, oder braucht Ihr Diagramm und Formeln?

*Können, müssen wir auch später nochmal drüber reden, wie Moral und Geschmack zusammenhängen. Hängt ja von der Geschmackstheorie ab, aber ist eigtl. klar?

Favourit nonRPG-thing to coume out of RPGing

Ja Scheiße autokratic, wa? Monat bißchen lang gewesen, wa? Mann soviele Scheißfragen nach Deiner Oma und ditt, und ditt und ditt und dittnoch, man Du Vollhonk, da ist Dir nischt mehr eingefallen, wa?

So, als Antwort fällt mir dann eben halt auch nischt ein.

Jedoch:

Viele gute Freundschaften, aber ditt haste nich gemeint.

#RPGaDay ein einziger Scheiß,

 

QED

Favourite RPG playing celebrity

Vin Diesel, denn Stephen Colbert war schon. Robin Williams ist leider tot.

Obwohl da viel rumgeposed wird, finde ich mitlerweile die Riddickfilme ganz gut, und wenn man bedenkt, daß Vin das alles aus eigener Tasche finanziert, um dieses Planescape-Rifts-Phaseworld Filmchronikding durchzuziehen, steht er weit oben.