They're a page right out of his-to-ree

Scarlet Citadel!
Welch Komposition!
Grandios!

Was ich daran so interessant finde? Das Prototypische Dungeon. Oft frug ich mich, wieviel Einfluß Fantasy auf D&D hatte und umgekehrt. Sprich: Was ist eigentümlich durch das Rollenspiel hinzugefügt worden, und was wurde vom Rollenspiel aufgenommen, was diente als Inspiration. Die schwachsinnige Einrichtung "Diebesgilde" (müßte wohl besser Zunft heißen) kann man wohl Fritz Leiber und also Lankhmar anlasten. Warum Diebesgilden blödsinnig sind, wäre leicht zu zeigen, aber das ist jetzt nicht Thema. D&D seinerseits hat für immer die Fantasy verändert, indem Magier umdefiniert wurden: Aus Plotelementen und Bösewichten wurde Fantasy-Artillerie (link folgt).
Als ich neulich also die besagte Kurzgeschichte las, fand ich sehr viele Elemente des Dungeons wieder. Conan wird ja in einem echten Kerker gesperrt, daher der Name. Die unterirdischen Gemäuer sind aber auch angefüllt mit abgrundtief bösen, blasphemischen (sic!) Monstern. Diese Leben, ganz abgrundtief böse, nebeneinander her, allen voran eine Set-Schlange. Es gibt aber auch Rollenspielbegegnungen, ein Gefangener wird aus einer monströsen Pflanze befreit.
Licht spielt eine wichtige Rolle, ebenso das Terretorialverhalten der Monster.
Insgesamt also verdammt viel, was dann später bei D&D auftaucht. Besonders wichtig empfinde ich das allegorische: Das Verlies als Spiegel der unsichtbaren Verkommenheit des Erbauers, sozusagen seiner Leichen im Keller, nur rohe Barbarengewalt und Conans Schläue sichern sein Überleben.
Ebenso interessant: Conan nutzt die Ressourcen, das Wissen und die Kontakte aus dem Dungeon, um die Hauptstory für sich zu entscheiden, ganz nach dem Muster (bzw. Mustergebend) für D&D a la Companion und Master-Set.
Kurz: über diese Dinge möchte ich mit euch sprechen, führt Eure Gedanken an. Wo sind literarische Vorlagen, wo wurde die Fantasy durch RSP verändert?
Wo wurden eigentlich allegorische Dinge (wie Tolkiens Mittelerde) von einem Erzähl-Mcguffin zu einem "zu ernst" genommen Gegenstand, bzw. so ausbuchstabiert, daß es eine eigene Logik besitzt?
Sind Dungeons als mythischer Ort nicht durchaus auch ohne übermäßige Logik, dafür mit viel abgrundtiefer Bosheit in Form von Monstern erstrebenswert?
Weiterer, verwandter Gedanke: Die Verniedlichung/Verplüschung von humanoiden Monstern führt meines Erachtens zu vielen Problemen: Orks sind dann irgendwann auch nur Menschen, können nicht mehr einfach umgebracht werden. Segen oder Tugend? Wer hätte Mitleid mit einem Urukai, wer hat Mitleid mit einem Plüschork?

Mehr von mir, wenn es mir vergönnt ist, ich lese derweil eure klugen Gedanken, die ihr hier aufschreibt.